KRH - Klinikum Neustadt am Rübenberge

Informationen für unsere Patienten über Untersuchungsarten in der Radiologie
       

Die konventionelle Röntgenuntersuchung

  • Die Röntgenstrahlung ist eine sehr energiereiche Strahlung, mit der möglich ist, den Körper zu durchdringen. Je nach  Zusammensetzung und Dichte des durchstrahlten Gewebes  oder Körperbereiches wird die Röntgenstrahlung mehr oder weniger geschwächt. Trifft diese geschwächte Strahlung anschließend auf eine photoempfindliche Schicht, d.h. den Röntgenfilm, wird diese geschwärzt und es entsteht die typische Röntgenaufnahme.

  • Es resultiert daraus also eine Art „Schattenbild“ des Körperinneren.

  • Durch die Überlagerung der Körperorgane sind in der Regel Aufnahmen  in mindestens zwei Ebenen erforderlich.

Untersuchungsspektrum

1. Thoraxdiagnostik Thorax im Stehen und Liegen
Thorax-Durchleuchtung
 
       
  2. Skelettdiagnostik Aufnahmen sämtlicher Skelettabschnitte  
    Achsenaufnahmen beider Beine  
       
  3. Durchleuchtung Schluckfunktion  
    Speiseröhre  
    Magen  
    Dünndarm  
    Fistelgang-Darstellung  
    Gallengangs-Darstellung  
    Portsysteme und Ernährungssonden-Darstellung  
     

Die Sonographie

  • Bei diesem bildgebenden Verfahren werden Schallwellen in das Körperinnere geschickt. Diese Schallwellen werden  von den unterschiedlichen Organen reflektiert. Je nach Zusammensetzung des Gewebes oder der Organe ergeben sich unterschiedliche Laufzeiten der Echos.

  • Aus diesen wird mit Hilfe der computergestützten Signalaufarbeitung ein entsprechendes Bild berechnet. Aus Wellen, die der Übertragung des Tones dienen, lassen sich also sichtbare Bilder des Körpers erzeugen.

  • Je nach Richtung des Blutstromes in den Gefäßen werden die Schallwellen abgebremst oder beschleunigt, so dass mit Hilfe dieses sog. „ Doppler- Effektes“ auch die Strömungsverhältnisse in den großen Blutgefäßen (z.B. Aorta) farbig kodiert dargestellt werden können.

  • Die für die Diagnostik verwendeten Frequenzen der Schallwellen sind für den Menschen unschädlich (Untersuchung von Schwangeren und Kindern)

Untersuchungsspektrum

  1. Abdomen
  2. Hals (einschl. Schilddrüse)
  3. Weichteilorgane (Gelenke, Tumoren)
  4. Lymphknoten-Diagnostik
  5. Brustdrüsen-Diagnostik
  6. Thrombose-Diagnostik
  7. Farbdoppler-Sonografie
  8. Sonografisch gesteuerte Punktionen (Drainagen, diagnostische Punktionen zur histologischen und zytologischen Untersuchung)
 
     

Die Angiographie

  • Die Darstellung krankhafter Veränderungen der Blutgefäße (Gefäßverengungen, Verkalkungen bis zum Verschluss des Gefäßes, Aussackungen) erfolgt ebenfalls mit Hilfe von Röntgenstrahlen. Damit sich die Gefäße aber besser von den sie umgebenden Organen abheben wird in die Blutbahn ein Kontrastmittel injiziert .
  • Dieses Jod-haltige Mittel sorgt dafür, dass sich die Arterien durch die nun stärkere Schwächung der Röntgenstrahlen besonders gut darstellen lassen.
  • Bei dieser besonderen Technik werden die  Bilder digital erstellt und weiterverarbeitet. Für unsere Patienten hat das den Vorteil, dass die Strahlenbelastung reduziert werden kann und eine geringere Menge von Kontrastmittel nötig wird.
  • Während der Untersuchung bzw. des Eingriffes ist ggf. ein Anästhesist anwesend, der Ihre Kreislauffunktion überwacht und bei evtl. Komplikationen zur Verfügung steht.

Untersuchungsspektrum

  1. Durchführung therapeutischer Interventionen (Behandlung) im Rahmen der Angiografie ( Erweiterung von eingeengten oder verschlossenen Gefäßen durch Ballondilatation (PTA) oder Stentimplantation (Gefäßstütze)
  2. Embolisation und Chemotherapie von Tumoren
 
     

Die Computertomographie

  • Hierbei handelt es sich um ein erst junges Verfahren(70er Jahre) der Röntgendiagnostik, bei der der Körper „scheibchenweise“ untersucht wird, so dass die Detailstrukturen praktisch  überlagerungsfrei und sehr genau zur Abbildung kommen.

  • In unserer Abteilung arbeiten wir mit einem Doppel-Spiral-Scanner, der mit einer Röntgenrotation bis zu zwei Schichten gleichzeitig aufnehmen kann.

  • Das Prinzip der CT besteht in einer computergestützten Messung der applizierten Röntgenstrahlen in einem definiertem Körperabschnitt und  der Umwandlung der Daten in bestimmte Graupunkte auf dem Bildschirm. Der Detektor des Gerätes erlaubt Schichtdicken ab 1mm.

  • Die mit der CT verbundene Strahlenexposition liegt gegenüber einer konventionellen Röntgenfilmaufnahme um den Faktor 10 bis 20 höher. In letzter Zeit sind jedoch spezielle Niedrigdosisverfahren entwickelt worden, so dass spezielle Fragestellungen mit einer verringerten Strahlenexposition möglich werden. So lassen sich Nierensteine und Lungenrundherde ohne größere Bestrahlung gut erkennen.

Untersuchungsspektrum

 

 

 

  • Schwerpunktdiagnostik des Körpers liegt auf Untersuchungen des Thorax, der abdominellen Organe, der Blutgefäße, des Kopfes und der Extremitäten.

  • Die Bildnachbearbeitung am Computer erlaubt die 2- und 3- dimensionale Auswertung der Daten zur besseren Beurteilung der Befunde.

  • CT-gesteuerte Punktion Tumor-verdächtiger Läsionen sämtlicher Körperregionen,  Punktion und Drainierung von Entzündungsherden oder Blutansammlungen im Körper .

  • CT-gesteuerte Schmerztherapie in Zusammenarbeit mit der Schmerzambulanz der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin.